Heute habe ich endlich meinen ersten Punkt auf meiner To-Do-Liste abgearbeitet, sprich: Die Sachen, die ich noch tun muss bevor ich wieder nach Deutschland komme. Heute war der wahrscheinlich absolut wichtigste Punkt dran.
Sala hat auch den Spitznamen “Silverstaden” (die Silberstadt), und das nicht ohne Grund. Hier gibt es eine riesige Grubenanlage, in der man zwischen den Jahren 1700 und 1960 nach Silber gegraben hat. Immer wieder haben mich Menschen gefragt, ob och denn schon in der Grube gewesen sei und immer musste ich “nein” sagen.
Heute war es dann endlich soweit. Wir fuhren 155m runter in die Erde Salas und liefen anderthalb Stunden durch die dunklen, feuchten und kalten Schächte der Grube. Es war ziemlich beeindruckend und interessant wie man damals versucht hat das Silber zu finden und wie man sich mit teilweise sehr beschwerlichen Methoden immer weiter in den Fels gearbeitet hat. Und das in Jahren um 1800!
Ziemlich beeindruckend fand ich die Methode, mit der man versucht hat sich nach unten oder schräg nach oben zu arbeiten: Man legte riesige Feuer und versuchte den Fels wegzubrennen, was sogar funktionierte! Resultat der Arbeit: 10m per Jahr. Mit modernen Techniken (wie in Kiruna zum Beispiel) schafft man 10m per Tag.
Unser Guide war ein ziemlich alter Mann, der aber ziemlich viel wusste und dem selbst sehr viel an der Grube liegt. Er gehört auch zur Leitung der Grubenanlage. Er erzählte Geschichten von alten Grubenarbeitern, die er selbst interviewt hat und diese Geschichte fand ich unter anderem am interessantesten.
Doch das aller spektakulärste war wohl die sogenannte “Kreuzung” oder auch “der Echo-Saal”. Wie der erste Name verrät ist diese, ich nenne es mal Höhle, eine Kreuzung wo sich mehrere Schächte treffen und, wie der zweite Name verrät, wird dadurch aus dieser Stelle ein riesiger Echo-Saal. Außerdem war da ein kleiner See, der schwach beleuchtet war und im Hintergrund lief eine sehr mystische, fast schon unheimliche Musik. Das war schon ein Erlebnis. Unser Guide unterstrich das ganze Feeling noch: “In diesem Raum kann jeder singen, auch wenn er’s eigentlich nicht kann”. Dann fing er an “O Sole Mio” zu singen und durch das Echo hörte es sich einfach fantastisch an.
Auf 155m gibt es auch zwei Räume, die beheizt werden. Der eine Raum ist ein Konzertraum, den man buchen kann und Kronprinzessin Victoria war vor 3 Jahren dort und ritzte ihre Signatur in die Wand. Der zweite Raum ist ein Gästeraum, in dem man einen Kaffee trinken kann, und ein bisschen weiter versteckt findet man ein Bett. Ja, man kann dort schlafen. Die Schweden lieben ausgefallene Schlafmöglichkeiten. Auf Platz 1 liegt wohl das Eishotel, Platz 2 ist das Wasserhotel in Västerås, in dem man unter Wasser im Mälaren schlafen kann, und auf Platz 3 liegt eben die Sala Silbergrube. Ich persönlich würde gerne mal alles ausprobieren
Ansonsten war’s das von der Sala Silbergrube und jetzt habe ich die letzte Woche Schule und dann erst mal Osterferien! Die letzten Ferien hier. Dann ist das Abenteuer schon fast vorbei. Ich hoffe in Deutschland ist alles palletti und ich hab euch nicht vergessen!
Hejdå! Eva! <3


3 Kommentare:
Fotos, Fotos, Fotos! Bitteeee. :)
so was klingt doch spannend :)
und übrigens wohne ich neben der Goldstadt! :D
Daaa ich mich zur Zeit durch die ganzen Auslandsjahr-Blogs hier arbeite, lass ich auch dir mal nen Kommentar da und sag dir wie toll und mutig ich das alles von dir finde :)
Ich wuensch dir noch ganz viel Spass weiterhin und werd das hier sicher weiterverflogen! :3
Lg
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